Datenschutz

BLUECALL · Bluenet Industries GmbH · Quellenstand 13.10.2026

Entwurf – vor Veröffentlichung rechtlich prüfen. Markierte Prüfpunkte sind noch offen.

Verantwortlicher und Datenschutzkontakt

Bluenet Industries GmbH, Königsallee 19, 40212 Düsseldorf, Deutschland. E-Mail: backoffice@bluenet-industries.de. Telefon: +49 211 87977690.

Diese Erklärung ist ein noch nicht freigegebener Entwurf für BLUECALL. Betreiberangaben sind quellenbasiert; tatsächliche Betriebsabläufe sind teilweise offen.

Prüfen: Pflicht zur Benennung eines Datenschutzbeauftragten prüfen und gegebenenfalls dessen Kontakt ergänzen.

Geltungsbereich und Rollen

BLUECALL enthält KI-gestützte Telefonie, Gesprächsverarbeitung und Werkzeuge zur Terminbuchung. Die Projektprüfung belegt eine Vapi-Anbindung und Webhook-Verarbeitung, nicht den aktuellen Telefoniebetrieb oder eine wirksame Aufzeichnungseinwilligung.

Bei Kontoverwaltung, Vertragsabwicklung und eigener Sicherheit kann der Anbieter Verantwortlicher sein. Bei der Verarbeitung von Kundeninhalten nach Weisung kann der Kunde Verantwortlicher und der Anbieter Auftragsverarbeiter sein. Die konkrete Rollenverteilung richtet sich nach dem tatsächlichen Dienst, nicht allein nach der Produktbezeichnung.

Prüfen: Rollen je Verarbeitung, gemeinsam Verantwortliche und Informationspflichten gegenüber Dritten klären.

Datenkategorien und Herkunft

Die Projektprüfung zeigt folgende potenziell verarbeitete Kategorien:

Kontaktdaten, Telefonnummern, Gesprächspartner und Anrufmetadaten.

Gesprächsinhalte, Transkripte, KI-Zusammenfassungen und gegebenenfalls Audioaufzeichnungen bzw. deren Abrufadressen.

Termin- und Buchungsangaben, Kontodaten und technische Ereignisprotokolle.

Daten können von Ihnen, berechtigten Mitgliedern Ihrer Organisation oder verbundenen Diensten stammen. Bei Daten aus anderen Quellen sind Herkunft und Informationspflichten nach Art. 14 DSGVO gesondert zu prüfen.

Websiteaufruf und technische Sicherheit

Bei einem Websiteaufruf können IP-Adresse, Zeitpunkt, aufgerufene Adresse, Browser- und Geräteinformationen sowie technische Fehler an Hosting- und Sicherheitsdienste übermittelt werden. Für einen erforderlichen sicheren Betrieb kommt Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO nach dokumentierter Interessenabwägung in Betracht; Interessen sind sichere Bereitstellung und Missbrauchsabwehr.

Prüfen: Tatsächlichen Hoster, Logfelder, Empfänger, Region und Log-Löschfrist bestätigen; keine Live-Messung erfolgt.

Konto, Vertrag und Kontakt

Bei einem tatsächlich angebotenen Konto werden die für Registrierung, Anmeldung und Verwaltung erforderlichen Daten verarbeitet. Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO kommt in Betracht, wenn die betroffene Person selbst Vertragspartei ist. Bei Beschäftigten eines Geschäftskunden ist eine gesonderte Rechtsgrundlage, etwa Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO, zu prüfen.

Anfragen werden zur Bearbeitung des Anliegens genutzt. Für vorvertragliche Anfragen kann Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO, für sonstige Kommunikation Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO einschlägig sein. Gesetzliche Dokumentationspflichten beruhen auf Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO.

Prüfen: Tatsächlichen Kontoablauf, Pflichtfelder und Kontaktverarbeitung bestätigen.

Telefonie und Gesprächsaufzeichnung

Bei aktivierter Gesprächsverarbeitung können Stimme und Gesprächsinhalte verarbeitet werden. Aufzeichnungen dürfen nicht allein auf diese Vorlage gestützt werden. Neben DSGVO sind insbesondere Vertraulichkeit des gesprochenen Wortes (§ 201 StGB) und die Rechte aller Beteiligten zu beachten.

Prüfen: Vor Gesprächsbeginn verständliche Information, zulässige Aufnahmefreigabe aller erforderlichen Beteiligten, Ablehnungsmöglichkeit und tatsächliche Speicherfristen festlegen.

KI-Verarbeitung durch Vapi

Vapi ist als technischer Gesprächsdienst im Code angebunden. Abhängig von der Konfiguration können weitere Telefonie-, Sprach-, Transkriptions- und Modellanbieter Daten erhalten. Welche Anbieter tatsächlich beteiligt sind, ist nicht aus der Produktbezeichnung ableitbar.

Prüfen: Vapi-Rechtsträger, sämtliche beteiligten Dienste, Modellverarbeitung, Trainingsnutzung, Regionen, Transfergrundlagen und AVV bestätigen; KI-Transparenz nach anwendbarem AI Act prüfen.

Kundenkonto, Pakete und Zahlung

Für Paketbuchung, Guthaben, Aktionscodes und Rechnungen werden Rechnungsadresse, optional USt-IdNr., Paket- und Zahlungsstatus sowie Gutschriftenverläufe verarbeitet. Art. 6 Abs. 1 lit. b und c DSGVO kommen in Betracht. Ein Zahlungsdienstleister ist derzeit nicht angebunden.

Prüfen: Zahlungsdienstleister, dessen Rolle (ggf. Händler im eigenen Namen), Rechnungsaufbewahrung (§ 147 AO, § 257 HGB) und Datenübermittlung vor Aktivierung festlegen.

Empfehlungsprogramm

Bei Einlösung eines Empfehlungscodes wird die werbende mit der geworbenen Organisation verknüpft, um beiden Guthaben gutzuschreiben. Weitere Daten der geworbenen Organisation werden der werbenden nicht angezeigt.

Prüfen: Teilnahmebedingungen, steuerliche Behandlung des Guthabens und Missbrauchsregeln festlegen.

Termine und Kontaktaufnahme

Gesprächsergebnisse können für vereinbarte Terminprozesse verwendet werden. Werbliche Anrufe benötigen eine eigenständige Prüfung nach § 7 UWG; eine vorhandene Telefonnummer ist keine ausreichende Erlaubnis.

Prüfen: Inbound/Outbound, Zielgruppen, Kalenderempfänger, Einwilligungsnachweise und B2B-/B2C-Telefonwerbung prüfen.

Empfänger und Drittlandübermittlungen

Daten dürfen nur im notwendigen Umfang und auf zulässiger Grundlage an befugte Empfänger übermittelt werden. Projektdateien zeigen technische Integrationen; daraus folgen weder ein aktiver Vertrag noch ein bestätigter Speicherort.

Bei Übermittlungen außerhalb des EWR sind die Voraussetzungen der Art. 44 ff. DSGVO zu erfüllen, etwa ein einschlägiger Angemessenheitsbeschluss oder geeignete Garantien einschließlich erforderlicher Zusatzmaßnahmen. Ein EU-Speicherort allein schließt Drittlandzugriffe nicht aus.

Prüfen: Dienstleister mit Rechtsträger, Rolle, Verarbeitungsland, Unterauftragnehmern, Transferinstrument und Zugang zu Garantien vollständig bestätigen.

Speicherdauer und Löschung

Daten sollen nur so lange verarbeitet werden, wie der jeweilige Zweck oder eine gesetzliche Pflicht dies erfordert. Anschließend sind sie zu löschen oder wirksam zu anonymisieren. Gesetzlich aufbewahrungspflichtige Unterlagen und Sicherungskopien benötigen getrennte Regeln; eine Kontolöschung bedeutet nicht automatisch sofortige Löschung aller Daten.

Prüfen: Für jede Kategorie konkrete Frist oder nachvollziehbare Kriterien festlegen, einschließlich Backups, Sperrungen, Ansprüchen und Exporten. Keine Fristen sind bestätigt.

Ihre Rechte

Nach Maßgabe der DSGVO bestehen Rechte auf Auskunft (Art. 15), Berichtigung (Art. 16), Löschung (Art. 17), Einschränkung (Art. 18) und Datenübertragbarkeit (Art. 20). Bei einer Einwilligung können Sie diese jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen; die Rechtmäßigkeit der bisherigen Verarbeitung bleibt unberührt.

Widerspruch: Bei Verarbeitung nach Art. 6 Abs. 1 lit. e oder f DSGVO können Sie aus Gründen Ihrer besonderen Situation widersprechen (Art. 21). Gegen Verarbeitung für Direktwerbung können Sie jederzeit widersprechen, ohne besondere Gründe.

Richten Sie Anfragen an backoffice@bluenet-industries.de. Zum Schutz Ihrer Daten kann eine angemessene Identitätsprüfung erforderlich sein. Gesetzliche Antwortfristen und Ausnahmen sind zu beachten.

Beschwerderecht

Sie können sich bei einer Datenschutzaufsichtsbehörde beschweren, insbesondere am Ort Ihres gewöhnlichen Aufenthalts, Arbeitsplatzes oder des vermuteten Verstoßes (Art. 77 DSGVO). Für einen privaten Anbieter mit Sitz in Düsseldorf kommt die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen in Betracht: https://www.ldi.nrw.de/.

Prüfen: Zuständigkeit anhand des tatsächlichen Hauptsitzes und der Verarbeitung bestätigen.

Pflichtangaben und automatisierte Entscheidungen

Ob die Bereitstellung bestimmter Daten gesetzlich oder vertraglich erforderlich ist und welche Folgen eine Nichtbereitstellung hat, muss am konkreten Erhebungspunkt erklärt werden. Entscheidungen mit rechtlicher oder ähnlich erheblicher Wirkung, die ausschließlich automatisiert erfolgen, unterliegen Art. 22 DSGVO und weiteren Informationspflichten.

Prüfen: Profiling, Scoring, automatisierte Entscheidungen, Minderjährige und besondere Datenkategorien ausdrücklich prüfen; deren Abwesenheit ist nicht bestätigt.

Cookies, lokale Speicherung und Änderungen

Die ergänzenden Hinweise „Cookies & Speicher“ beschreiben den untersuchten Projektstand. Einwilligung und deren Widerruf müssen bei einem echten Produkt wirksam umgesetzt werden. Änderungen am Dienst erfordern eine Aktualisierung dieser Erklärung; neue Zwecke sind vor Beginn der Verarbeitung zu prüfen.

Offene Freigabeprüfungen

  • Rechtmäßige Telefonwerbung und Aufzeichnung einschließlich § 201 StGB vor Aktivierung prüfen.
  • Vapi und nachgelagerte Telefonie-/KI-Anbieter vollständig offenlegen und vertraglich absichern.
  • Aufnahme, Transkription, KI-Kennzeichnung, menschliche Übernahme und Löschprozess mit allen Beteiligten testen.